Kinoptikum Landshut

Veranstaltungen und Filmreihen 2017

DetailsFrau im Bild: Unsere Reihe über Geschichten von und mit Frauen

Ein Versuch, die drei großen Fragen zum Status von Frauenrollen in Spielfilmen zu klären
Und hier Antworten aus der aktuellen Diskussion, und die sind nicht nur für Medienpädagog_innen interessant:

Wie auch immer, dazu unser "Es geht auch anders".

So, 17.9.
bis Di, 19.9.2017

DAS LAND DER HEILIGEN

Es geht mal nicht nur um Gefühle, sondern über die Hoffnung, dass die Wurzel der Veränderung im Schmerz der Frauen liegt
Verbissen, erfolgreich, weiblich: Dieser ebenso sehenswerte wie außergewöhnliche Film, der sich ganz auf die weibliche Perspektive stützt, gewinnt dem Mafia-Filmgenre eine neue Facette ab. Das Land der Heiligen - so wurde Kalabrien einst bezeichnet, heute steht die Region aber stellvertretend für jene Gegenden, in denen die 'Ndrangheta besonders brutal wütet. Der Film wird von zwei starken Frauenfiguren getragen, die immer wieder aneinander geraten und an zwei verschiedenen Enden des Gesetzes stehen: die resolute Staatsanwältin Vittoria, die den Frauen der Mafiosi die Augen öffnen will und Assunta, brillant dargestellt von Daniela Marra, die zur „ehrenwerten Familie“ gehört und trotz Gewissensbissen mit ihrer Duldsamkeit die Gewalt stützt.
(Italien 2015, 89 Min.)

Di, 26.9.
Mi, 27.9.2017

VICTORIA - Männer und andere Missgeschicke

Cette femme est complètement folle oder Vicky und die schwachen Männer
Als Anwältin müsste es Victoria eigentlich gelingen, Ordnung ins Chaos zu bringen, nur in der Tragikomödie steht ihr eigenes Leben vor dem Tribunal. Eine raffinierte Erzählstrategie gibt vor zu vermitteln, dass Victoria ihre Probleme samt zunehmender Depression nur von einer Situation in die nächste schleppt, treibt aber tatsächlich einen Erkenntnisprozess voran, der in dem sublimen Moment gipfelt, als sie während eines verkaterten Plädoyers von einer erotischen Erinnerung heimgesucht wird. Das Knäuel ihrer Existenz fängt an, sich zu entwirren. Der Film von Justine Triet, einer Protagonistin des neuen, unabhängigen französischen Kinos, erscheint auf den ersten Blick konventionell, besitzt aber eine klug auf das Temperament der vielschichtigen, schwer zu fassenden Heldin abgestimmte Frische.
(Frankreich 2016, 97 Min.)

Di, 3.10.
bis Mi, 4.10.2017

INNEN LEBEN

Vergiss die Welt da draußen. Sie zählt nicht mehr.
In einem Appartement verbarrikadiert suchen neun Menschen Schutz vor den Gräueln des syrischen Bürgerkriegs. Die Außenwelt ist bildlich verschwunden. Es existiert nur noch das Innere der kleinen Wohnung als Echokammer existentieller Fragen. Ein klaustrophobisches Kammerspiel als Versuchsanordnung, um den allumfassenden Schrecken des Krieges auf der Mikroebene zu verhandeln und ihn so auf ganz unmittelbare Weise zu offenbaren. Und dabei gehen die beiden weiblichen Hauptdarstellerinnen bis an ihre Grenzen, um Nicht-Zeigbares zu zeigen.
(Belgien, Frankreich 2017, 86 Min.)

So, 15.10.
bis Di, 17.10.2017

DIE ERFINDUNG DER WAHRHEIT

Die Schattenspielerin oder ein Trump zur rechten Zeit
Ein Film über Lobbyismus in Washington, das klingt erst mal nicht so spannend. Aber John Madden inszeniert den Thriller als Western mit modernen Politmitteln und mit Halsabschneidern von „Game of Thrones“-Format, geistreich, verdichtet und (meistens) dem mitdenkenden Zuschauer anderthalb Wendungen voraus. Im Mittelpunkt steht die brilliant aufspielende Jessica Chastain, die ihre bisher beste Vorstellung ihrer an Höhepunkten nicht armen Karriere abliefert und einem als skrupellose Lobbyistin Schauer für Schauer über den Rücken jagt. Dabei geht es Madden nicht um politische Korrektheit im ach so liberalen Hollywood, sondern um ein Sittengemälde einer Branche und das Seelengemälde einer Frau, die sich vorgenommen hat, Männer an Taffness noch weit zu überholen.
(USA, Frankreich 2017, 133 Min.)

Di, 24.10.
bis Mi, 25.10.2017

DIE GÖTTLICHE ORDNUNG

Von der Frauenpower im Schweizer Patriarchat
Wir schreiben das Jahr 1971 in der ländlichen Schweiz – und haben seit Jahrhunderten direkte Demokratie in jedem Dorf, aber nur für Männer, denn Frauen werden wie "unmündige Kinder behandelt". Wie dann der Kampf um das Frauenstimmrecht ausging, ist bekannt, aber den Weg dahin zu verfolgen ist trotzdem aufregend und berührend. Gerade in unserer Zeit, in der es so scheint, als ob das, was uns sicher schien, wieder infrage gestellt wird, muss man/frau mal zurückblicken, um optimistisch zu bleiben, dass all das Streben und Kämpfen doch nicht ganz vergeblich war, dass es am Ende doch so etwas wie eine Entwicklung zum »Besseren« gibt. Hinter gesellschaftliche Veränderungen, so zäh sie auch vonstattengehen, geht es keinen Schritt zurück. Auch wenn man sich in der, trotz allem Seventies-Charme und der Atmosphäre von bedrückender Biederkeit, netten Komödie, manchmal eine Prise jenes feministischen Sarkasmus herbeiwünscht, den Sally Potter in The Party gerade so wunderbar zelebriert hat.
(Schweiz 2017, 96 Min.)

So, 12.11.
bis Di, 14.11.2017

FELICITÉ

Ein Film, der das Versprechen einlöst: in fremde Welten zu verführen
Rastlos in Kinshasa: Der Film über den Alltagskampf einer Sängerin im kongolesischen Hauptstadtchaos ist ein Gleiten – zwischen der Bühne, Bars und kaputten Kühlschränken. Ein Kleinod, in dem der Regisseur voller Vertrauen auf die Bilder von Félicités schweigsamen Streifzüge erzählt und sie mit einer klugen Tonspur unterlegt, mal treten Gespräche und Töne in den Hintergrund und die Stille hebt die Bilder hervor, mal verschränken sich Bild- und Tonspur zum atmosphärischen Gesamteindruck. Es entsteht ein reißender, geradezu erschlagender Strom, der das Grundgefühl von Überwältigung und Ermattung gekonnt verstärkt, ein infernalischer Strom, der erst abreißt, wenn sich die Fantastik Bahn bricht und die Nacht zum Sehnsuchtsort des Alltags wird. Ausgezeichnet mit dem Silbernen Bären und dem Großem Preis der Jury bei den 67. Internationalen Film Festspielen Berlin!
(Frankreich/Senegal/Belgien/Deutschland/Libanon 2017, 123 Min.)

Was bisher lief und dazu gehört
Di, 9.4.
bis Mi, 11.4.2017

ELLE

Eine Herausforderung für alle Zartbesaiteten
Ein Film voller abgründiger Momente, voller Spannung und Humor. Eines Alfred Hitchcock würdig. Boshaft, witzig, politisch unkorrekt, facettenreich, glänzend gespielt, elegant und fehlerfrei inszeniert, eine fulminante Rückkehr von Verhoeven 10 Jahre nach seinem letzten Film ins Zentrum des Kinos. Es ist nicht allein der herausragenden Performance von Isabelle Huppert zu verdanken, dass dieses Werk so gelassen ist und nie an Würde oder Glaubwürdigkeit einbüßt: Es atmet alle Eigenschaften von Verhoevens Ouevre: Voyeurismus, Fetischismus, beißende Kritik, Sex und Gewalt.
(Frankreich/Belgien/Deutschland 2017, 125 Min.)

Do, 15.6.
Fr, 16.6.2017

SIEBZEHN

Über Irrungen und Wirrungen und ein Liebesbrief an die Provinz
Ein bemerkenswertes Regiedebüt von Monja Art und ein unangestrengter Coming-of-Age-Film über die erste Liebe in der Provinz. Ein Initiationsdrama voller Träume, Phantasien und subjektive Ansichten der Welt – einfach ein wundervoller, nahezu perfekter Film. Und so eröffnet sich in Klassenräumen und Mädchenzimmern, in der obligatorischen Dorfdisco und gelegentlich auch unter freiem Himmel zwischen leisem Flirt und forscher Anmache eine wechselhafte Dynamik des Begehrens, ein Coming-of-Age, in dem das Coming-out keine große Sache ist, in dem es nicht um eine Flucht geht, sondern einfach nur darum, mit den Dingen klarzukommen. Das alles verleiht diesem Film eine Leichtigkeit, die sich in Momenten puren Glücks findet.
(Österreich 2016, 104 Min.)

Di, 6.7.
bis Mi, 7.6.2017

WAS HAT UNS BLOSS SO RUINIERT

Drei befreundete Paare, drei Kinder, eine Überzeugung, obercool und was nun?
Als Elternteil möchte Mann und Frau alles richtig machen und natürlich auch zum Besten des Kindes. Dabei bleibt das eigene Leben auf der Strecke, Beziehungen und die Elternschaft werden in Krisenzeiten hinterfragt. Aber: Man muss nicht notgedrungen zum Spießer verkommen, nur weil man Eltern wird. Marie Kreutzer stürzt sechs mitteljunge, beruflich erfolgreiche Bobos (bourgeoise Bohemien) amüsiert in eine neue Welt und den Glaubenskrieg Kindeserziehung.
(Österreich 2016, 96 Min.)

So, 2.7.
bis Mi, 5.7.2017

EIN KUSS VON BEATRICE

Ziemlich beste Freundinnen, erste Schritte, letzte Wege

Der französische Regisseur Martin Provost mag Frauengeschichten und hat nun einen Film für die beiden großen Catherines des französischen Kinos geschrieben. In der umwerfend gespielte Begegnung zweier gegensätzlicher Frauen mit gemeinsamer Vergangenheit huldigt er unspektakulär, aber freundlich den Menschen, die einen ins Leben holen, der Hebamme, der weisen Fau und der hedonistischen Stiefmutter - eine zutiefst zärtliche Tragikomödie mit den Grandes Dames. Es muss nicht immer der ganz große Kracher sein, zwei prägnant gezeichnete Frauenfiguren und eine Geschichte aus dem Leben reicht.
(Frankreich/Belgien 2017, 117 Min.)

Di, 25.7.
Mi, 26.7.2017

DER EFFEKT DES WASSERS

Ein Zaubermärchen, das im Blau des Wassers und des Himmels badet - in memoriam Sólveig Anspach
Um seiner Angebeteten näher zu kommen, gibt sich der schüchterne Pariser Kranführer Samir als Schwimmschüler aus und landet nach allerlei Irrungen und Wirrungen in den bizzaren Weiten Islands. Eine zauberhafte, zartromantische Komödie, die auf eine Mischung aus naturalistischen und märchenhaft-skurrilen Momenten setzt und Sólveig Anspachs würdiges Vermächtnis – ein wahrhaft schönes, rundes, überraschendes Kleinod.
(Frankreich/Island 2016, 83 Min.)

Do, 3.8.
bis Sa, 5.8.2017

TIGER GIRL

Frauen, die hauen, das ist Mumblecore, Anarchie! Bang! Aus.

Bewährungsprobe: Kann der neueste Junge Deutsche Film auch Profi? Die niedlich-verschüchterte, etwas tolpatschige Vanilla trifft das wilde Punkmädchen Tiger, die wie es sich gehört, volles Rohr auf Provo zielt (und das mit einem Herz aus Gold). Und so ziehen die zwei Frauen schließlich prügelnd durch Berlin. Einfach so, weil sie es können. Der Film funktioniert wie in Love Steaks in den kleinen Momenten und Szenen, in denen Improvisationsvermögen und Timing der Schauspieler Hand in Hand gehen, aber das sind nur Verschnaufpausen. Körperlichkeit und Gewalt spielen eine große Rolle und das ist in dieser drastischen Form, zumindest für den deutschen Film, absolut neu.
(Deutschland 2016, 90 Min.)

DetailsDOK.tour 2017

Das Internationale Dokumentarfimfestival DOK.fest München zu Gast im Kinoptikum

Do, 12.10.

665 FREUNDE

Generation Facebook
Wie gut kennt man eigentlich seine Facebook-Freunde? Jonas (30) ist auf der Suche nach dem Glück. Was liegt da näher, als seine Facebookfreunde zu Rate zu ziehen? So begibt sich Gernstl Jr. auf Reisen, denn glücklich scheinen jene, die dem Weg ihres Herzens folgen, wohin er sie auch führen möge.
Und diese Reise führt ihn auch ins Kinoptikum, um uns seinen Film vorzustellen.
(Deutschland 2017, 87 Min.)

So, 5.11.
Mo, 6.11.2017

UNTITLED

Nicht warten, sondern immer weiter fahren oder der Tod sollte im Film kein Ende sein
Wie sieht ein Dokumentarfilm aus, „wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition“? Monika Willi hat aus diesem Gedanken von Michael Glawogger heraus ein äußerst vitales Filmessay montiert, ganz im Geiste des während der Dreharbeiten plötzlich verstorbenen österreichischen Ausnahmeregisseurs.
(Österreich, Deutschland 2017, 107 Min.)

So, 19.11.
Mo, 20.11.2017

PRE-CRIME

Die Polizei, dein Freund und Hellseher oder die Frage, warum ich?
Eine Software, die vorhersagt, wo und wann ein Mörder zuschlägt. Was nach Science Fiction klingt, ist längst als Predictive Policing ein gängiges Mittel der Verbrechensprävention. Big Data dient dabei als die Quelle, die wir selbst kontinuierlich mit persönlichen Informationen befüllen. Der investigative Dokumentarfilm wagt einen Blick hinter die Kulissen der Analysesoftwares. Polizeiermittler, Datenanalysten und sogar Betroffene der Precrime-Überwachung kommen zu Wort, um die zentralen Fragen zu stellen: Wie lauten die streng geheim gehaltenen Algorithmen? Wen schützen sie und wen machen sie zu Tätern und haben wir überhaupt noch die Wahl, ob wir in einer digital überwachten Gesellschaft leben wollen?
(Deutschland 2017, 87 Min.)

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe Herbst/Winter

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut
» Download des Jahresprogramms 2017/18

am ersten Dienstag um 18:30 Uhr und
am ersten Mittwoch um 21 Uhr des Monats
Di, 3.10.
Mi, 4.10.2017

BEUYS

Lasst uns Künstler sein: Beuys, der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke: 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er heute als Visionär. Geduldig versuchte er schon damals zu erklären, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das - Beuys boxte, parlierte, dozierte und erklärte dem toten Hasen die Kunst. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.
(Deutschlang 2017, 107 Min.)

Di, 7.11.
Mi, 8.11.2017

DIE ELBPHILHARMONIE - Von der Vision zur Wirklichkeit

So außergewöhnlich, hautnah und kontinuierlich wie kein anderes Medium zeigt dieser Film den gesamten Entstehungsprozess des Jahrhundertbauwerks Elbphilharmonie, von den ersten Planskizzen bis zur Fertigstellung. Exklusive Bilder offenbaren wie viel Detailverliebtheit, Ingenieurswissen und Wahnsinn in dem Gesamtkunstwerk Elbphilharmonie steckt und zeigen den immensen Aufwand, der für das optimale Klangerlebnis betrieben wurde, um einen der besten Konzertsäle der Welt in der Hafencity entstehen zu lassen.
(Deutschland 2016, 60 Min.)

Di, 5.12.
Mi, 6.12.2017

TIMESWINGS - The Art of Hanne Darboven

"Ich möchte eigentlich nur in Ruhe ein Brötchen mit Butter und Marmelade essen.“:
Die Werke Hanne Darbovens nehmen in der Kunst der Gegenwart national und international eine herausragende Stellung ein. Ihre visionäre Konzeptkunst lässt sich als künstlerisches Schreibwerk und auch als minimalistische, musikalische Kompositionsarbeit bezeichnen, erschaffen von einer Persönlichkeit, die ebenso außergewöhnlich war wie ihre Kunst selbst. Der Dokumentarfilm zeigt wichtige Ausstellungen und lädt zum Besuch des Ateliers der 2009 verstorbenen Künstlerin in einem alten Bauernhaus in Hamburg ein.
(Deutschlang 2016, 85 Min.)

DetailsKinderKino im Kinoptikum - für klein und GROSS Herbst/Winter

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 3 Euro
Oktober 2017
Sa, 14.10.
So, 22.10.

DER KLEINE EISBÄR

Der Eisbär Lars hat, seitdem er das Licht der Welt erblickt hat, nur Abenteuer und Humbug im Kopf. Da trifft es sich gut, dass ihm auch seine Freunde in Sachen Abenteuerlust in nichts nachstehen. Denn Robby die Robbe, das Eisbärmädchen Greta, die Schneegans Pieps und Orca der Wal sind genauso wie Lars immer nur aus Spaß aus. Doch eines Tages stößt ein geheimnisvolles Geisterschiff in ihre abgeschottete Welt und die neugierigen Freunde können es sich nicht nehmen lassen, dem ungewöhnlichen Besuch auf den Grund zu gehen.
(Deutschland 2001, 75 Min., ab 0 Jahre)

So, 15.10.
Sa, 21.10.

FLUSSFAHRT MIT HUHN

Die kleine Johanna und ihr Cousin Robert verbringen die Schulferien bei ihrem Großvater. Eines Nachts brechen die Kinder gemeinsam mit Harald und Alex, ihren Freunden aus der Nachbarschaft heimlich auf, um mit Großvaters Boot einen geheimen Zugang zum Meer ausfindig zu machen. Zu der Gruppe gesellt auch ein braunes Huhn, das aus seinem Stall entkommen ist. Als der Großvater am nächsten Morgen das Verschwinden der Kinder bemerkt, begibt er sich sofort auf die Suche nach ihnen. So beginnt eine abenteuerliche Verfolgungsjagd zwischen den Kindern und dem cleveren Opa.
(Deutschland 1983, 104 Min., empf. ab 6 Jahre)

Sa, 28.10.
So, 05.11.

DIE WINZLINGE - OPERATION ZUCKERDOSE

In einem wunderschönen Tal leben Insekten friedlich miteinander, bis eines Tages eine schwarze Ameise einen Schatz entdeckt: eine vergessene Zuckerdose. Die Ameisen machen sich auf, die Beute zum heimatlichen Hügel zu tragen. Doch ein Stamm roter Ameisen hat es ebenfalls darauf abgesehen. Ein fantasievoller Film mit niedlich animierten Insekten, der ganz ohne menschliche Sprache auskommt. Ein lustiger „Stummfilm“ auch schon für die Jüngsten.
(Frankreich/Belgien 2014, 88 Min., empf. ab 5 Jahre)

So, 29.10.
Sa, 04.11.

HILFE, UNSER LEHRER IST EIN FROSCH!

Franz ist gerne Lehrer und seine Schülerinnen und Schüler mögen ihn. Was sie nicht wissen: Franz verwandelt sich ab und zu in einen Frosch! Eines Tages kommt die kleine Sita hinter sein Geheimnis. Von nun an versuchen die Kinder, ihren Lieblingslehrer zu beschützen. Sie versorgen ihn mit Insekten zum Essen und schützen ihn vor Störchen, deren Leibspeise bekanntlich Frösche sind. Vor allem ist wichtig, dass der neue Schulleiter nichts von Franz‘ Verwandlung mitbekommt. Ein fröhlicher, unprätentiöser Familienfilm in einem warmherzigen Umfeld.
(Niederlande 2016, 83 Min., empf. ab 6 Jahre)

November 2017
Sa, 11.11.
So, 19.11.

DIE DREI RÄUBER

Nach dem Kinderbuchklassiker von Tomi Ungerer: Die kleine Tiffany soll nach dem Tod ihrer Eltern in das Waisenhaus gebracht werden, als die Kutsche im nächtlichen Wald von den drei Räubern Malente, Flinn und Donnerjakob überfallen wird. Als diese statt der erhofften reichen Beute nur das Mädchen vorfinden, wollen sie enttäuscht von dannen ziehen. Aber Tiffany wittert die Chance, dem gefürchteten Heim zu entgehen und gibt sich als Tochter eines reichen Maharadschas aus, worauf die Räuber sie in ihre Höhle entführen und bald lieb gewinnen.
(Deutschland 2007, 79 Min., empf. ab 6 Jahre)

DetailsReden wir mal darüber - Filmgespräche im Kinoptikum

Di, 3.1.2017
20:30

AUF AUGENHÖHE

Von 3. - 5. Januar begeben wir uns "Auf Augenhöhe". In diesem "besonderen Kinderfilm" findet der 10-jährige Michi nach dem Tod seiner alleinerziehenden Mutter eine Spur zu seinem Vater und erlebt eine große Überraschung. Die beiden Filmemacher und langjährigen Kinoptikum-Mitglieder Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf werden ihrer alten Heimat einen Besuch abstatten und ihr hochgelobtes Langfilm-Debüt zur Vorstellung am Dienstag persönlich vorstellen.

(D 2016, 98 Min.)
Di, 18.4.2017
18:30

DAS MÄDCHEN WADJDA

Radeln für die Revolution: Die bemerkenswerte Geschichte einer kecken Zehnjährigen in Riad, die sich sehnlichst ein Fahrrad wünscht - obwohl Frauen (nicht nur) das Radfahren verboten ist. Ein in vielerlei Hinsicht außergewöhnliches Statement zum Fahrradaktionstag der Stadt Landshut! Mit anschließendem Filmgespräch am Dienstag.

(D/Saudi Arabien 2012, 97 Min.)
Mi, 23.5.2017
21:00

DER HUND BEGRABEN

Familienvater Hans (Justus von Dohnányi) steckt in der Krise. Sein Arbeitsleben hat soeben ein abruptes Ende gefunden und seine Familie scheint ihn auch nicht mehr richtig zu beachten. Da steht auf einmal ein streunender Hund vor der Türe und begehrt Einlass in das Familienleben. Während seine Ehefrau sich augenblicklich in das Tier verliebt, wird Hans im Angesicht des neuen "Rivalen" mehr und mehr klar, wie sehr er selbst überflüssig ist. Als der Hund eines Tages verschwindet und ein merkwürdiger Fremder der Familie seine Hilfe anbietet, laufen für Hans die Dinge komplett aus dem Ruder...
Eine rabenschwarze Komödie, die ihre schöne Gemeinheit geschickt hinter einer freundlichen Oberfläche verbirgt, wie ein freundlicher Hund, der jederzeit zubeißen kann. Zur Vorstellung am Mittwoch wird Regisseur Sebastian Stern sein - zurecht hochgelobtes - Werk persönlich im Kinoptikum präsentieren und zu einem Filmgespräch verweilen.
(D 2016, 86 Min.)

Di, 17.10.2017
18:30

WIR SIND JUDEN AUS BRESLAU

Die Dokumentation erzählt bewegend von Geschichte und Gegenwart und berücksichtigt dabei fast ein ganzes Jahrhundert. Über ein Dutzend 90-jährige, zum großen Teil berühmte Zeitzeugen, treffen mit Schülern in Breslau zusammen und erzählen den Jungen aus der dunklen Zeit als sie in deren Alter waren. Sie wurden als Juden diskriminiert, kamen in Konzentrationslager oder schafften es, vorher zu flüchten. Alle bauten sich ein neues Leben im Ausland auf, wurden Wissenschaftler, Künstler, Publizisten. In 14 Lebensläufen entsteht eine Reise um die halbe Welt. Fast in letzter Minute versucht der Film noch einen möglichst großen Schatz der Erinnerungen der überlebenden Breslauer Juden und Jüdinnen und ihrer ermordeten Verwandten zu retten und zu dokumentieren.
Zur Vorstellung am Dienstag wird die Regisseurin Karin Kaper ihren Film persönlich vorstellen.
(D 2016, 107 Min.)

DetailsBlack Power im Kinoptikum - und es bewegt sich doch!

Und hier zur Info Black film matters und #OscarsSoWhite

Di, 4.4.
bis Do, 6.4.2017

FENCES

Ein Familienschicksal als Brennglas bitterer historischer Erfahrungen der Schwarzen in den Vereinigten Staaten

Zäune, Mauern, das kennen wir nur zu gut, wenn ein Land versucht sich mit geschlossenen Grenzen gegen das Unerwünschte zu schützen.
In dem dem Film zugrundeliegenden Theaterstück geht es um die Grenzen, die die Gesellschaft setzt, und um die, die wir uns selbst setzen. Ein Film, der zwischen Zäunen spielt und auf diesem kleinen Raum vom Zustand der Welt erzählt, in dem seine Figuren um ihr Leben kämpfen. Ein exzellentes Lehrstück über die Frage, wie man der Determiniertheit des Daseins ausweichen kann oder wie man für immer hinter den Mauern der selbst gesetzten Grenzen eingesperrt bleibt. (USA 2016, 138 Min.)

So, 23.4.
bis Mi, 25.4.2017

HIDDEN FIGURES - Unbekannte Heldinnen

Vom Einreißen der Mauern, denn nur wer an Veränderung glaubt, kann sie erreichen

Eine Mainstreamproduktion, in der ausschließlich Frauen im Mittelpunkt stehen und noch dazu schwarze? Und das noch mit einem präzisen Gespür für die Zeit und ihre Themen, packend, humorvoll und von drei mitreißenden Hauptdarstellerinnen getragen!
Erzählt wird die »wahre Geschichte« von drei afroamerikanischen Mathematikerinnen, die sich mit Rassismus und Sexismus herumschlagen müssen und die dennoch jede auf ihre Weise dazu beigetragen haben, dass ein weißer Astronaut endlich auch für die USA ins All geschickt werden konnte. Ausgerüstet mit Papier und Bleistift führen sie als "colored computers" die essentiellen Rechenarbeiten für die Ingenieure aus.
Kurz vor dem Start sagte John Glenn, dass er nur dann mit einem guten Gefühl in die Rakete steigen würde, wenn das "Mädchen mit den Zahlen" die Daten überprüfe, wir wissen jetzt, wenn er gemeint hat.
(USA 2016, 127 Min.)

Di, 2.5.
bis Do, 4.5.2017

MOONLIGHT

Die Crux mit dem Anderssein

"Du musst dich entscheiden, wer du bist und die Welt dazu zwingen, sich mit dir zu beschäftigen, nicht mit ihrer Idee von dir", dieses Zitat von James Baldwin beschreibt den beschwerlichen Weg, den Afroamerikaner in der USA gehen müssen, um als Individuen, als Menschen wahrgenommen zu werden.
Ganz im Sinne Baldwins zwingt der Film den Zuschauer, sich mit Einzelschicksalen und persönlichen Dramen zu beschäftigen, nicht mit Projektionen und Klischees. Die Coming-of-Age-Geschichte eines schwulen Afroamerikaners unter schwierigen Bedingungen ist ein bewegendey Sozialdrama, das seine Relevanz und Authentizität jedoch nicht mit den gängigen Stilmitteln dieses Genres - Wackelkamera, Tristesse und Drastik - findet, sondern das einen suggestiven, mitreißenden Flow unmittelbarer Erfahrbarkeit mit sinnlichen, poetischen und kunstvoll arrangierten Bildern und Farben entfaltet. (USA 2016, 111 Min.)

So, 21.5.
bis Di, 23.5.2017

I AM NOT YOUR NEGRO

Die Antithese zu "Make America Great Again", denn Geschichte ist nicht Vergangenheit, sondern unsere Gegenwart

Schon vor 50 Jahren fand der afroamerikanische Schriftsteller James Baldwin die klarsten Worte zum Rassismus in den USA. Raoul Peck inszeniert die 30 bislang unveröffentlichten Manuskriptseiten seines letzten, unvollendet gebliebenen Textes „Remember This House" mit einer fulminanten Collage von Archivfotos, Filmausschnitten und Nachrichten-Clips. Ein prägnanter und verstörender Essay über die bis heute vom Mainstream weitgehend ausgeblendete Wirklichkeit schwarzer Amerikaner, eine Aufforderung an den Zuschauer, seine eigene Toleranz und Handlungsfähigkeit zu hinterfragen. (Frankreich/USA/Belgien/Schweiz 2016, 93 Min.)

Do, 29.6.
bis Sa, 1.7.2017

GET OUT

Eine Reise in die dunkelste amerikanische Vergangenheit

Schlag auf Schlag: Gerade erst hatte uns der Geist von James Baldwin in Raoul Pecks Doku "I Am Not Your Negro" von seinem Horror vor den weißen Bestien erzählt, und schon lernen die Monster zu Laufen oder anders gesagt schon wird Realität fiktionialisiert. Denn die Angst, die ein Individuum als Teil einer Minderheit erlebt, ist Realität. Konsequent hat der Satiriker Jordan Peele aus diesem fürchterlichen Gefühl einen Horrorfilm gemacht, der nicht nur gut gemacht, sondern vielschichtig und sehr unterhaltsam ist.
Ein Film, dessen kontroverses Potenzial nicht in seiner "schwarzen" Besetzung steckt, sondern darin, wie er ein linkes, gesundheitsbewusstes und vermeintlich aufgeschlossenes Establishment vorführt, dessen Sympathie ihm eigentlich sicher wäre. (USA 2017, 104 Min.)

So, 30.7.
bis Di, 1.8.2017

LOVING

Zwei gegen die Welt - »Loving vs. Virginia«

Sie wollen einfach nur ihre Ruhe haben, ein Haus bauen, ihre Kinder großziehen und sich lieben. Sollte eigentlich kein Problem sein, nur im Virginia der 1950er-Jahre dürfen Schwarze und Weiße nicht heiraten und so landen Richard und Mildred erstmal im Gefängnis und dann vor dem Obersten Gerichtshof.
Am Ende entsteht ein angenehm undramatischer Historienfilm, der vor allem aufgrund seines egalitären, dem Humanismus verpflichteten Ansatzes überzeugt: Am geschichtlichen Prozess und am gesellschaftlichen Fortschritt sind alle beteiligt, und jeder Mensch kann für sich entscheiden, ob er Hass beiträgt – oder Liebe. (USA 2017, 124 Min.)

Fr, 15.9.
bis Sa, 16.9.2017

SPACE IS THE PLACE

Über den Sonnengott des Jazz oder von der Flucht in den Weltraum vor dem alltäglichen Rassismus

Der 1974 gedrehte Film "Sun Ra - Space is the Place“, eine Mischung aus Spiel- und Konzertfilm, wurde kürzlich von Rapid Eye Lab restauriert, und dabei kam ein erstaunlich relevanter Grundkurs in Afrofuturismus heraus, der nach über 40 Jahren nichts an politischer und ästhetischer Kraft eingebüßt hat.
"I am from another dimension, I don't call my self a man, I call myself an angel." Was vielen als esoterische Schrulligkeit erschien, war für den Musik-Propheten Sun Ra ein Kommentar zur Situation der Afroamerikaner in den USA. Der am 22. Mai 1914 in Birmingham, Alabama geborene Hermann Poole Blount, zu Lebzeiten vor allem abgelehnt oder belächelt, wird heute als Unikum des Jazz gefeiert – und das zu Recht. (USA 1974, 81 Min.)

DetailsOPEN AIR KINO beim Grosswirt in Mirskofen - das Kinoptikum geht aufs Land

Do, 22.6.2017

WILDE MAUS

Eine filmische Liebeserklärung an die Abgründe, die vielleicht in jedem von uns schlummern!

Georg, ein älterer und alternder Musikkritiker, in Wien wird von seinem Chefredakteur, einem Piefke, gefeuert - und flüchtet sich, fassungslos ob dieser Schmach, in die Gewaltfantasien der Wiener Unterwelt.
Josef Haders Regiedebüt ist ein Film über die Grenzen der Bürgerlichkeit oder besser deren Entgrenzung und eine Forderung an die österreichische Komödie, wieder zu Situationen, Konstellationen und Erzählungen vorzustoßen, in denen das Existieren nicht völlig wurscht ist. Also auf zur vergnüglichen und streckenweise haarsträubenden Fahrt auf der berühmtesten Achterbahn im Wiener Prater, und das auch ohne Looping!
(Österreich 2016, 103 Min.)

Livemusik ab 20 Uhr: Max Hurricane and & the eSKAlators

Wasserburgs beste und einzige SKA-Band, 11 gestandene Musiker mit sage und schreibe 7 Bläsern, gibt sich die Ehre und wird den Biergarten in einen karibischen Strand verwandeln.
Fr, 23.6.2017

HELL OR HIGH WATER

Auf Beutezug im Trump-Country oder No Country for Young Men

Ein ungleiches Brüderpaar begeht gemeinsam mehrere Banküberfälle, um zu verhindern, dass die hochverschuldete Farm ihrer Familie an die Bank zurückfällt. Dies ist ihr letzter, verzweifelter Kampf um eine Zukunft, die ihnen unter den Füßen weggezogen wurde. Ihr Plan scheint aufzugehen, bis sie ins Visier des unerbittlichen Texas Rangers geraten, der kurz vor seinem Ruhestand noch einen großen Triumph feiern will.
Dieser Neo-Western ist tolles Genrekino ohne Nostalgie, ein exzellent geschriebener und furios geschnittener Thriller, der die Spannung langsam, aber stetig steigert und seine Handlungsstränge auf ein hochdramatisches Finale zutreibt - ein Rache-Trip und Abgesang, der trefflich Auskunft über Trumps Amerika gibt. Es lohnt sich, den alten Haudegen Jeff Bridges als Archetyp des alten texanischen Gesetzeshüters wieder zu treffen und sich dem Soundtrack von Nick Cave und Warren Ellis hinzugeben, der dem Trip durch die texanische Prärie und heruntergekommene Kleinstädte mit angemessener Tristesse begleitet.
(USA 2016, 102 Min.)

Livemusik ab 20 Uhr: The Gangster rides alone

Der legendäre Frontman der “Bluesgangsters“, Paul M. Vilser ebnet uns mit seinem kraftvollen und unverwechselbaren „Magic Blues“ die Straßen ins staubige Texas! Hey Ho – Let's go!
Sa, 24.6.2017

WER FRÜHER STIRBT IST LÄNGER TOT

Der erfolgreichste bayerische Kinofilm aller Zeiten nach über 10 Jahren wieder auf der großen Leinwand!

Der elfjährige Sebastian, Sohn des „Kandlerwirts“, fühlt sich für den frühen Tod seiner Mutter verantwortlich. Da er auch sonst ein, für sein Alter beeindruckendes Sündenregister vorzuweisen hat, fürchtet er, im Fegefeuer zu landen. Deshalb setzt er alles daran, sich von seinen irdischen Sünden reinzuwaschen und die Dinge wieder gerade zu rücken. Diverse „Zeichen“ und die Stammtischbrüder der Wirtschaft ermutigen ihn zu kühnen Plänen, die nicht immer mit Erfolg gekrönt sind. Und dann muss er auch noch eine neue Frau für seinen Vater finden...
Eine immer noch herzerfrischende und charmante Lausbubengeschichte, die bei aller Heiterkeit auch die seelischen Nöte eines Kindes gekonnt veranschaulicht. Rosis Kinodebüt – ein surrealistischer Komödienstadl mit Tiefgang – und das vor rockender Alpenkulisse!
(Deutschland 2005, 105 Min.)

Livemusik ab 20 Uhr: Quetschnblech

Quasi Blasmusik im „Kleinstformat“ und in allen Stilrichtungen aus Steingaden
Kino-Openair 2017
» Flyer (254 KB)
» Lageplan Grosswirt Mirskofen
  • Biergartenbetrieb und Spezialitäten vom Grill täglich ab 19 Uhr
  • Filmstart gegen 21.45 Uhr, freie Platzwahl
  • Eintrittspreise: 9,50 / 8,00 € (ermäßigt für Schüler und Studenten)
  • Bei schlechtem Wetter finden die Filmvorführungen im Stadl statt.
  • Karten nur an der Abendkasse, kein Vorverkauf

Das Kinoptikum Landshut schnuppert Landluft, das Open Air Fest macht einen Ausflug zum Grosswirt in Mirskofen. Wir danken Jürgen, dem großen Wirt und dem Kino Utopia Wasserburg für die freundliche Unterstützung.

Veranstaltungsort: Grosswirt Mirskofen
Bahnhofstr. 4
84051 Essenbach

Und für die Freunde der umweltschonenden Anfahrt Mit dem Fahrrad

DetailsArchitektur- und Kunstfilmreihe Frühling/Sommer

In Zusammenarbeit mit architektur und kunst e.v. landshut

am ersten Dienstag um 18:30 Uhr und
am ersten Mittwoch um 21 Uhr des Monats
Di, 3.1.
Mi, 4.1.2017

DAS GROSSE MUSEUM

Ein neugieriger, verschmitzt humorvoller Blick hinter die Kulissen einer weltberühmten Kulturinstitution - über zwei Jahre hat sich der Dokumentarfilmer Johannes Holzhausen im Kunsthistorischen Museum in Wien mit seinem Filmteam mit großer Beobachtungsgabe und viel feinem Witz umgesehen. Der Film zeigt routinierte Handgriffe, vor allem aber lebhafte Mikrodramen, in denen die Arbeitskräfte als Protagonistinnen und Protagonisten hervortreten: Eine Restauratorin ist der Geschichte eines mehrfach bearbeiteten Rubens-Gemäldes auf der Spur; ein anderer verzweifelt ausdrucksstark an der Reparatur eines Modellschlachtschiffs. Eine Frau vom Publikumsdienst fühlt sich am Haus nicht integriert; ein verdienter Sammlungsleiter wird in den Ruhestand verabschiedet.
(Österreich 2013-2014, 94 Min.)

Di, 7.2.
Mi, 8.2.2017

INFINITE SPACE - der Architekt John Lautner

Die Häuser des Visionärs John Lautner gehören zum Aufregendsten, was die amerikanische Architektur hervorgebracht hat. Einem unbedingten Schönheitsideal verpflichtet, wirken ihre Räume unendlich - aus der Perspektive der Bewohner, denn Lautners Architektur ist für den Menschen gemacht. Jedes Haus ist ein Kunstwerk für sich, definiert das Verhältnis von Innen- und Außenraum neu und viele sind als Filmkulissen berühmt geworden: von James Bond über "Pulp Fiction" bis "A Single Man". Die heutigen Hausbesitzer öffneten ihre Türen, damit der Zauber und die unvergängliche Schönheit dieser unendlichen Räume eingefangen werden konnte. (USA 2009, 91 Min.)

Di, 7.3.
Mi, 8.3.2017

DIE FRAU MIT DER KAMERA - Abisag Tüllmann

Die Fotografien von Abisag Tüllmann (1935–1996) haben sich tief in unser kulturelles Gedächtnis eingebrannt. Ein langerwarteter Dokumentarfilm über Leben und Werk der vielseitigen Fotografin von ihrer langjährigen Freundin Claudia von Alemann erinnert jetzt an sie - ein Dokument einer außergewöhnlichen Freundschaft und ein nuancenreiches Zeitporträt. Mehr als 500 schwarz-weiß Fotografien dokumentieren Leben, Werk und Zeitkontext der 1960er bis 1990er Jahre.
(USA 2015, 96 Min.)

Di, 4.4.
Mi, 5.4.2017

AUSFAHRT EDEN

Eine Reise in die städtische Peripherie, in eine Welt, die den meisten völlig unbekannt ist, obwohl sie direkt vor unserer Haustür liegt. Und siehe da, das vermeintliche Niemandsland zwischen Schnellstraßen, Gewerbegebieten, Brachflächen, Baggerseen und stillgelegten Gleisdreiecken ist bevölkert von Menschen, die sich diesen Raum zu Eigen gemacht haben und sich hier eine eigene Welt aufbauen – Archipele in den so schwer zu fassenden Un-Orten am Rande der Stadt, Freiräume für Sehnsüchte und ungewöhnliche Pläne.
(D 2011, 80 Min.)

Di, 2.5.
Mi, 3.5.2017

FRANCOFONIA

Der Louvre zur Zeit der deutschen Besatzung: Zwei charismatische Vertreter ihrer Nationen, der Direktor Jacques Jaujard und Franziskus Graf Wolff-Metternich, Leiter des sogenannten "Kunstschutzes" der Wehrmacht, stehen im Mittelpunkt dieser Erzählung - Kontrahenten, aus denen mehr und mehr Komplizen bei der Rettung der Schätze des Museums vor dem Zugriff der Nazi-Invasoren werden. Der Louvre wird zum lebendigen Beispiel dafür, was die Kunst - inmitten des zerstörerischsten Krieges, den die die Welt erlebt hat - uns über uns selbst erzählt. "Ein wundersamer Film, ein melancholisches, lyrisches Gedicht!"
(Finnland, Deutschland, Niederlande 2015, 84 Min.)

Di, 6.6.
Mi, 7.6.2017

GIOVANNI SEGANTINI - Magie des Lichts

Kunstmaler, Anarchist, Aussteiger, Sans Papiers: All das war Giovanni Segantini. Er schuf, meist unter freiem Himmel, monumentale Werke, in denen oft einfache Menschen müde, den Blick nach unten, in der idealisierten Natur einer Hochgebirgslandschaft eingebettet sind. Der Film, still und meditativ, öffnet als Antithese zum Lärm der Welt den Blick in die dramatische Kindheit und Jugend Segantinis, er nimmt Anteil an seinen inneren Prozessen und Krisen beim Malen, an seinem von finanziellen Nöten geprägten Alltag, an seinem widersprüchlichen Umgang mit Mutterliebe und Erotik und schliesslich an seinem verzweifelten Kampf gegen den Tod. (Schweiz 2015, 85 Min.)

Di, 4.7.
Mi, 5.7.2017

LA GRANDE BELLEZZA - Die große Schönheit

Es ist Sommer. Rom erstrahlt in voller Pracht: schön und verführerisch. Wie Jep Gambardellas Leben – ein purer Genuss: rauschende Feste, Gourmet-Restaurants, schöne Frauen und skurrile Menschen. Doch hinter dem unverbesserlichen Verführer verbirgt sich ein desillusionierter Mensch, den die Oberflächlichkeit der opulenten römischen Gesellschaft zusehends langweilt. Paolo Sorrentinos Film nimmt Maß an Federico Fellinis "Das süße Leben" und muss den Vergleich nicht scheuen: Er schillert zwischen Dekadenzsatire und Lebensbeichte.
(Italien, Frankreich 2013, 141 Min.)

Details18. LANDSHUTER KURZFILMFESTIVAL

Das Kinoptikum zeigt am

  Donnerstag
16.03.2017
Freitag
17.03.2017
Samstag
18.03.2017
Sonntag
19.03.2017
 
16:00 DOK Block

16:00 bis 18:00
mehr...
 
17:00
  Kurzfilmwettbewerb 4

17:30 bis 19:30
mehr...
Kurzfilmwettbewerb 9

17:30 bis 19:30
mehr...
18:00 DOK Block

18:00 bis 20:00
mehr...
 
19:00
   
20:00 Kurzfilmwettbewerb 9

20:00 bis 22:00
zum Programm
oder Guck mal...
Kurzfilmwettbewerb 5

20:00 bis 22:00
mehr...
 
 
21:00 Kurzfilmwettbewerb 12

21:00 bis 23:00
mehr...
 
22:00  
  Kurzfilmwettbewerb 11

22:30 bis 00:30
mehr...
Kurzfilmwettbewerb 12

22:30 bis 00:30
mehr...
23:00
 
00:00
 

DetailsNoch gibt es viel zu Lachen, packen wir's an

Ein Griff ins Archiv - Der Startschuss zu unserem 40-jährigem
Do, 6.1.
Fr, 7.1.
21:00

A NIGHT AT THE OPERA - Skandal in der Oper

Die legendären Starkomiker aus den 1930er Jahren in ihrem wohl berühmtesten Film: ein Feuerwerk an Dialog-, Slapstick- und Situationskomik. Ein Comedy-Schmankerl und ein total überdrehter Meilenstein der Filmkomik auf echtem 35mm-Film, im Original mit dt. Untertiteln!

(USA 1935, 89 Min.)
So, 15.1.
18:00

THE BANK DICK - starring W.C. Fields as Egbert Sousé

W.C. Fields als Egbert Sousé, einem arbeitslosen und arbeitsscheuen Alkoholiker, der nach einem beobachteten Bankraub zum Hausdetektiv avanciert. Zynischer Humor, Suff und Slapstick in Vollendung: The Great Man, W.C.Fields, in seinem größten Filmerfolg - most likely einer der lustigsten Filme überhaupt. Zur Einstimmung vorneweg und obendrauf noch zwei seltene Fields-Kurzkomödien aus den frühen 30er Jahren.
» Legende vom Menschenfeind

(USA 1941, 72 Min.)
So, 22.1.
18:00

YOU CAN'T CHEAT AN HONEST MAN

W.C. Fields in einer seiner schönsten Rollen als Direktor eines kleinen Zirkus, der permanent in Geldnöten steckt und auch von seiner Tochter und seinem Sohn scheinbar nicht vor dem Ruin gerettet werden kann. W.C. Fields konnte auf lange Erfahrungen vom Jahrmarkt und Vaudeville zurückblicken, um den windigen, trinkfesten Direktor glaubwürdig zu verkörpern. Wie so oft, zeichnete er unter einem Pseudonym für die Grundidee des Films verantwortlich, auf der das Drehbuch beruht.

Als Zugabe und Vorfilm gibt es einen 12-minütigen Zusammenschnitt mit den wildesten Szenen aus THE BANK DICK. Diese professionellen Kondens-Fassungen wurden in den 1940er und 50er Jahren als Vorfilme in Kinos gezeigt und waren für Betuchte auch fürs 16mm-Heimkino zu erwerben.

(USA 1939, 76 Min.)
So, 29.1.
18:00

MY LITTLE CHICKADEE

Der Clash of the Comedy-Titans: Sexbombe Mae West und "Knolle" W.C. Fields in einer turbulenten Western-Parodie voll praller, draller Dialog- und Situationskomik. Dank ihres ähnlich derben Mundwerks ist Mae West wohl die erste Partnerin, die ihm das Wasser reichen konnte.

(USA 1940, 83 Min.)

DetailsKinderKino im Kinoptikum - für klein und GROSS Winter/Frühling

Samstag und Sonntag, 15:30 Uhr, Eintritt 3 Euro
Januar 2017
Sa, 7.1.
So, 15.1.

Die Baumhauskönige

Bevor Ziggy und Bas nach den Sommerferien auf unterschiedliche Schulen gehen, wollen sie ein letztes Mal am großartigen Abenteuercamp teilnehmen. Ziel ist es, den höchsten Turm aus altem Holz, Paletten und Türen zu bauen. Als amtierende Meister hoffen die Freunde in diesem Jahr wieder auf den begehrten Titel der Baumhauskönige. Doch dann läuft im Camp alles anders als geplant.

(Niederlande 2014, 91 Min., ab 6 Jahren)
So, 8.1.
Sa, 14.1.

Molly Monster - Der Kinofilm

Molly ist ein aufgewecktes Monstermädchen, das zusammen mit Edison, einem Aufzieh-Spielzeug mit Eigenleben, und seinen Eltern im bunten Monsterland lebt. Da kündigt sich ein Geschwisterchen an: Das Ei, welches Mutter Etna gelegt hat, soll von Vater Popocatepetel ausgebrütet werden. Der traditionelle Ort dafür ist die ferne Eier-Insel, zu der sich die Eltern aufmachen müssen. Molly ist noch zu klein für solch eine lange Reise, finden die Eltern. Aber das findet Molly nicht.

(Deutschland, Schweiz, Schweden 2015, 69 Min., ab 0 Jahren)
Sa, 21.1.
So, 29.1.

Vilja und die Räuber

Für die zehnjährige Vilja gibt es nichts Langweiligeres, als jedes Jahr mit der gesamten Familie die Oma zu besuchen. Doch dann passiert etwas Unglaubliches: Das voll beladene Familienauto wird von einer Räuberfamilie überfallen und ausgeraubt – inklusive Vilja! Nach dem ersten Schreck stellt Vilja jedoch fest, dass auch in ihr das Zeug zum echten Räubermädchen steckt.

(Finnland, Schweden, Deutschland 2015, 84 Min., empf. ab 7 Jahren)
So, 22.1.
Sa, 28.1.

Ritter Trenk

Der Bauernsohn Trenk zieht aus, um Ritter zu werden und seine Familie aus der Leibeigenschaft zu befreien. Mit seinen neuen Freunden Ferkelchen, Momme Mumm, Thekla und Ritter Hans kämpft er gegen den fiesen Ritter Wertolt, die Ungerechtigkeit der Lehnsherrschaft und einen vegetarischen Drachen.

(Deutschland, Österreich 2015, 75 Min., ab 0 Jahren)
Februar 2017
Sa, 4.2.
So, 12.2.

Das fliegende Klassenzimmer

Berühmte Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Erich Kästner, in der sich eine Gymnasialklasse zwischen Schülerfehde und Freundschaftsstiftung entscheiden muss. Der Film spielt in Leipzig. Die Hauptperson heißt Jonathan Trotz. Er ist ein Waisenkind und kommt ins Internat. Er befreundet sich schnell mit seinen Zimmergenossen. Ihre Feinde sind die Externen und ein Streit folgt dem nächsten, bis die Externen einen Freund von Jonathan entführen und eine wilde Verfolgungsjagd beginnt.

(Deutschland 1954, 88 Min., empf. ab 8 Jahren)
So, 5.2.
Sa, 11.2.

Schellen-Ursli

Spätsommer im Schweizer Örtchen Unterengadin: Ursli hilft seinen Eltern bei der Arbeit auf der Alp. Als bei der Alpabfahrt ein Teil der Ernte verloren geht, verschuldet sich Urslis Familie bei dem wohlhabenden Ladenbesitzer des Dorfes. Ursli soll deshalb sein Zicklein Zila an den Krämersohn Roman abgeben. Als Ursli für den Chalandamarz-Umzug – einem Brauch zum Frühlingbeginn – auch noch die kleinste Glocke erhält, stürzt er sich in ein Abenteuer, um die große Glocke aus Mariensäss zu holen.

(Schweiz 2015, 100 Min., empf. ab 8 Jahren)
Sa, 18.2.
So, 26.2.

Pippi Langstrumpf

Pippi ist ein freches neunjähriges Mädchen mit Sommersprossen, dessen roten roten Haaren zu zwei abstehenden Zöpfen geflochten sind. Sie hat ein eigenes Pferd Kleiner Onkel und ein kleines Äffchen, Herr Nilsson. Sie lebt allein in einem eigenen Haus, der Villa Kunterbunt und ist sehr mutig. Auch ist Pippi das stärkste Mädchen auf der Welt. So bestreitet sie mit ihrem Vater, wenn beide sich treffen, diverse Kraftproben und stemmt zum Beispiel auf einer Feier ihr Pferd, auf dem ihre Freunde Tommy und Annika sitzen.

(Schweden 1968 - 69, 95 Min., empf. ab 6 Jahren)
So, 19.2.
Sa, 25.2.

Winnetous Sohn

Klein, dick und bleichgesichtig - wie ein Indianer sieht der zehnjährige Max nicht aus. Macht aber nichts, denn er ist trotzdem einer. Der Häuptling sogar. Nur seinen Stamm hat er nicht so richtig im Griff: Sein Vater musste vor kurzem aus dem Familientipi ausziehen und seine Mutter wandelt schon auf fremden Pfaden. Da kommt ihm eine Nachricht gerade recht: Die Karl-May-Festspiele suchen einen neuen Darsteller für Winnetous Sohn.

(Deutschland 2015, 91 Min., empf. ab 8 Jahren)
März 2017
Sa, 4.3.
So, 12.3.
Madita im Kinoptikum am 4. und 12.3.

Madita

Die Abenteuer der sechsjährigen Madita aus Birkenlund nach einem Buch von Astrid Lindgren: Anfang des 20. Jahrhunderts lebt in Schweden ein kleines Mädchen mit Namen Madita, ein ganz normales Mädchen. Eines Tages bekommt sie die Gelegenheit in einem echten Flugzeug mitzufliegen, doch sie schenkt diesem Flug ihrem besten Freund Abbe. Als der daraufhin schwer krank wird, macht sie sich Sorgen. Hat die Krankheit vielleicht etwas mit dem Flug zu tun?

(Schweden 1979, 95 Min., empf. ab 6 Jahren)
So, 5.3.
Sa, 11.3.

Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt

Der 11-jährige Tobbi Findeisen kann sich Erfindungen ausdenken wie kein Zweiter. Eines Tages begegnet er dem Roboter Robbi, der beim Absturz seines Raumschiffes von seinen Eltern getrennt wurde. Zusammen ertüfteln Robbi und Tobbi ein Gefährt, das zugleich fliegen, schwimmen und fahren kann. Ein Fliewatüüt eben! Doch inzwischen sind auch die Superagenten Brad Blutbad und Sharon Schalldämpfer dem Roboter auf den Fersen. Ein Kinder-Abenteuerfilm nach einer Romanvorlage von Boy Lornsen.

(Deutschland/Belgien 2016, 106 Min., empf. ab 6 Jahren)

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