Kinoptikum Landshut
Fai bei sogni - TRÄUM WAS SCHÖNES it. O.m.U.
 Di 10.10. 
 Mi 11.10. 
 Mi 11.10. 
20:30
18:00
20:30
Der sensible Junge Massimo, der mit gerade einmal neun Jahren seine Mutter verloren hat, ist auch als Erwachsener noch nicht darüber hinweggekommen. Bis heute begreift Massimo nicht, was damals, an jenem schicksalshaften Tag vor 40 Jahren, passiert ist. Er weiß nur, dass dieses Trauma sein Leben für immer verändert hat. Er meidet persönliche Beziehungen und Bindungen aller Art, versucht die Welt auf Abstand zu halten. Erst die Liebe zu Elisa rüttelt ihn auf und lehrt ihn, dass er das Rätsel seiner Kindheit lösen muss, um einen sicheren Weg ins Leben zu finden… Der Titel zitiert die letzten Worte, die Massimos Mutter vor ihrem Tod an ihren Sohn richtet. Auch als Erwachsener (großartig zerrissen gespielt von Valerio Mastandrea) hat er den Verlust noch nicht verwunden. Marco Bellocchio schildert sein Leben im Schwebezustand: mit zaghafter Zuversicht und Empathie für seinen unerlösten Schmerz. Immer wieder mischt sich spitzbübischer, von der Musik kommentierter Humor darunter. Bellocchio konzentriert sich dabei in vielen engen Innenansichten ganz auf seinen Protagonisten und dessen Jahrzehnte währende Trauerarbeit, an deren Ende ein gelüftetes Geheimnis steht. Der Zuschauer mag zwar bald erahnen, worin das verdrängte Familiengeheimnis besteht. Aber der Film will Massimos schwierigem Erkenntnisprozess nicht vorgreifen. Daniele Ciprìs Kamera taucht ihn in ein Wechselbad der kalten und warmen Töne. Den Momenten erinnerter Geborgenheit stehen unweigerlich Szenen entgegen, denen die Farben radikal entzogen sind. Fast könnte man sie für Schwarz-Weiß halten. Sie sind das Monochrom einer Depression. Es regt sich Widerstand in ihnen. Farbakzente leuchten auf, die zwar gedämpft und entsättigt sind, aber darauf bestehen, dass das Leben wieder Strahlkraft entwickeln muss. (epd)
Land/Jahr: 
IT 2016
Regie:
Marco Bellocchio
Darsteller:
Valerio Mastandrea, Bérénice Bejo
Länge:
133 Min.
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